Was ist Allergologie?


Die Allergologie befasst sich mit der Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung von Allergien.

Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in der industrialisierten Welt.
Sie nehmen weiter dramatisch zu.
Bereits heute zählen Sie zu den häufigsten chronischen Krankheiten im Kindesalter.
Auch Erwachsene sind zunehmend von Allergien betroffen.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet an einer Allergie.

Die Beschwerden können an unterschiedlichen Organen auftreten:

  • An der Haut kommt es zu Hautrötungen, juckenden Quaddeln, Ekzemen und Neurodermitis.
  • An den Augen kommt es zu Rötung, Tränenfluss, Bindehautentzündungen und Schwellung der Augenlider.
  • An der Nase zu Niesen, Fließschnupfen oder Verstopfung.
  • An den Atemwegen kommt es zu Husten, pfeifender Atmung und Luftnot.
  • Im Magen - Darm - Trakt zu Übelkeit, Blähungen oder Durchfall.

Schwere , lebensbedrohliche allergische Reaktionen treten insbesondere nach Insektenstichen auf.


Was versteht man unter einer Allergie?

Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Abwehrsystems auf Stoffe, mit denen unser Körper in Kontakt kommt. Sie werden fälschlich als bedrohlich eingestuft und bekämpft.

„Heuschnupfen“ (Pollinosis) beschreibt die häufigste, durch Pollen verursachte Allergieform.
In Deutschland werden Beschwerden überwiegend durch Birken-, Erlen- & Haselpollen, durch Gräser- & Roggenpollen, sowie durch Beifußpollen hervorgerufen.
Die Pollen lösen bei Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase, des Auges oder der Bronchien bei entsprechend sensibilisierten Menschen eine allergische Reaktion aus.
Folgen sind Augentränen, Augenjucken, Niesreiz, Fließschnupfen oder verstopfte Nase.
Im Verlauf kommen oftmals asthmatische Beschwerden in Form von Husten und Atemnot hinzu. (Etagenwechsel vom „Heuschnupfen“ zum Asthma bronchiale).
Manche Allergiker entwickeln eine Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel, eine so genannte pollenassoziierte Nahrungsmittelunverträglichkeit.


Warum entwickeln sich Allergien?

Warum manche Menschen auf einzelne Stoffe aus ihrer Umwelt allergisch reagieren und andere Menschen nicht, ist immer noch
nicht genau geklärt.

Zahlreiche Faktoren sind an der Entstehung einer Allergie beteiligt.

Eine entscheidende Rolle spielen Erbanlagen.
Allergien treten familiär gehäuft auf. Das Risiko eines Kindes an einer Allergie zu erkranken beträgt 0 bis 40% wenn ein Elternteil erkrankt ist.

Sind beide Eltern Allergiker, liegt die Wahrscheinlichkeit zwischen 40 und 75%. Kinder von nicht allergischen Eltern haben dagegen nur ein Risiko von 0 bis 20% eine Allergie zu entwickeln.

Bedeutsam ist zudem, wie stark das Immunsystem in den ersten Lebensjahren beansprucht wurde.
Kinder die unter sehr hygienischen Bedingungen aufwuchsen, geringen Kontakt zu anderen Kindern und nur wenige Infekte hatten, entwickelten deutlich häufiger Allergien.

Auch Umweltfaktoren, Luftschadstoffe, insbesondere Tabakrauch scheinen die Entwicklung von Allergien zu begünstigen.


Wie entsteht eine Allergie?

Bei Allergikern reagiert das Immunsystem (Abwehrsystem des Körpers) auf verschiedene harmlose Stoffe aus der Umwelt.
Meist handelt es sich um Eiweißverbindungen von Pollen, Schimmelpilzen, Hausstaubmilben, Felltieren, bestimmten Nahrungsmitteln oder Insektengiften.

Das Immunsystem entwickelt gegen das Allergen spezifische Antikörper vom Typ Immunglobulin E (IgE).
Diese IgE-Antikörper haften an der Oberfläche von Mastzellen, die eine Reihe von Entzündungsstoffen enthalten.

Bei erneutem Allergenkontakt bindet sich das Allergen an den IgE-Antikörper auf der Mastzelloberfläche. Daraufhin werden Entzündungsstoffe wie zum Beispiel Histamin in großen Mengen freigesetzt.
Dies ruft bei jedem Allergenkontakt allergische Reaktionen hervor.


Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln

Manche Substanzen, die in bestimmten Lebensmitteln enthalten sind, können eine Verwandtschaft mit den Allergieauslösern von Pollen aufweisen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick.

Kreuzallergene

Baumpollen (z.B. Hasel, Erle & Birke)
  • Kernobst
    (Apfel, Birne)
  • Steinobst (Pfirsich, Aprikose, Kirsche)
  • Haselnuss, Walnuss
  • Kiwi, Litschis, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren
  • Erdnuss
  • Sellerie
  • Karotte
  • Kartoffel
  • Anis
  • Mandel, Kürbiskerne
  • viele Gewürze
Krauterpollen (z.B. Beifuß)
  • Sellerie
  • Kamille
  • Anis
  • Karotte
  • Paprika Gurke, Melone
  • Muskat
  • Pfeffer
  • Ingwer
  • Zimt
  • viele Gewürze
Graser & Roggen
  • Sojamehl
  • Getreidemehl
  • Erdnuss
  • Kartoffel
  • Tomate
  • Bohnen
  • Erbsen




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